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Grünes Thai-Curry

Asiatische Vielfalt

Ich weiß noch, wie ich zum ersten Mal ein frisch zubereitetes Thai-Curry gegessen habe. Da ist mir der Gaumen fast explodiert bei dieser Reise durch so viele Geschmacksnoten auf einmal. Und diese Schärfe, die ganz langsam Raum einnahm und hinterher ein angenehmes Kribbeln im Gaumen hinterließ – Toll!

Mein Glück, dass es hier mit der Schärfe nicht übertrieben wurde, sonst hätte ich vielleicht vorschnell entschieden, dass diese Art der Speisen nichts für mich ist. Später einmal hab ich auch so ein höllenscharfes Curry erwischt und gedacht, ich vergehe in der Glut des Chilis. Doch inzwischen habe ich meinen persönlichen Schärfegrad entdeckt und bleibe ihm treu. Nicht zu lasch, eben mit diesem angenehmen Kribbeln und ein wenig Hitze. Die darf ruhig auch aufkommen.

Die Basis stimmt

grünes Thai-Curry schön serviertIch hab mich ein wenig in dieses grüne Thai-Curry verliebt und variiere es immer je nach Saison. Die Grundpaste, also die Kombination aus Chili, Zwiebeln, Zitrone, Koriander, Kreuzkümmel (Cumin), Ingwer und einer salzigen Sauce (z. B. Fischsauce oder Misopaste) behalte ich immer bei. Die restlichen Zutaten können schon mal in die ein oder andere Richtung abweichen. Wenn ihr ein paar Curries gemacht habt, wisst ihr, wie ihr es mögt und wie ihr diesen Geschmack hin bekommt. Dann macht das Curry-Herstellen so richtig Freude.

Mir geht es fast mit jedem Gericht so, dass ich einfach ein paar Mal ausprobieren muss, bis ich meinen persönlichen Groove gefunden habe. Beide Phasen mag ich – die des Erforschens und die des spielerischen Kochens.

Gutes Grundrezept

Um den Einstieg zu erleichtern, hier ein grünes Curry-Rezept, dass gut und einfach nachzukochen ist:

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Grünes Thai-Curry
Ein Basis-Rezept für ein mildes, feinwürziges, grünes Thai-Curry, das viel Raum für Varianten lässt.
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Curry-Paste
Beilage
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Curry-Paste
Beilage
Anleitungen
  1. Das Gemüse waschen, säubern und in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Den Reis entweder im Reiskocher oder im Topf zubereiten. Beim Zubereiten im Topf einen Schuß Öl in den Topf geben und gut verteilen. Leicht erhitzen und den Reis hinzufügen. Dann lauwarmes Wasser zufügen, bis das Wasser ca. 2 cm über dem Reis liegt. Salz hinzufügen und einmal umrühren.
  3. Den Reis einmal kurz aufkochen lassen und dann mit geschlossenem Topf vor sich hinsimmern lassen. Die Hitze kann dabei (fast) vollständig zurückgenommen werden. Nach 20 Minuten sollte er fertig sein. Im Reiskocher geht es noch einfacher, da wird die Hitze automatisch geregelt.
  4. Alle Zutaten für die Paste in einen Blender (Mixer) geben und ganz fein pürrieren.
  5. Anschließend eine gusseiserne Pfanne oder einen Wok gut erhitzen, die Paste hineingeben und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten anschmoren. Dafür die Hitze direkt nach dem Zufügen zurücknehmen.
  6. Kokosmilch und Gemüsebrühe zu der Paste geben und alles kurz aufkochen lassen.
  7. Das Gemüse zufügen, gut umrührer, Deckel aufsetzen und alles ca. 15 Minuten köcheln lassen. Immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt.
Rezept Hinweise

Nur Mut

Lasst euch nicht abschrecken von der Vielzahl der Gewürze. Die meisten bekommt ihr ohne Probleme im Asia-Laden eures Vertrauens. Doch auch schon der Supermarkt um die Ecke führt oft ein gutes Sortiment an asiatischen Gewürzen.

Für alle die, die es mit dem Gewürzemischen nicht so haben, es gibt auch hervorragende, fertige Curry-Pasten. Und wer doch lieber alles selber anrührt, kann von der Paste direkt etwas mehr machen und die Hälfte einfrieren. Wenn es anschließend langsam aufgetaut wird, schmeckt es wie frisch zubereitet.

Noch ein Tipp

Experimentiert ruhig mal rum. Tauscht die Frühlings- gegen rote Zwiebeln und die Fischsauce gegen Sesampaste aus. Es gibt so viele Möglichkeiten. Solange die Basis stimmt, kann kaum etwas schief gehen.

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